Eine Monovette ist in der Medizin ein Probenbehältnis zur Entnahme und Aufbereitung von Blut- und Urinproben (Blut- oder Urinröhrchen). Weiterhin ermöglicht es den unkomplizierten Transport und auch die kurzfristige Lagerung der entnommenen Proben. Bei dem Begriff handelt es sich um ein Begriffsmonopol der Firma Sarstedt.
Aufbau und Funktionsweise
Eine Monovette entspricht dem Aufbau einer Spritze. Durch Herausziehen des Stempels entsteht ein starker Unterdruck, der die Blutentnahme beschleunigt. Der Stempel kann nach vollständiger Retraktion (Herausziehen) aufgrund einer eingearbeiteten Sollbruchstelle abgeknickt werden, was das Versenden und Aufbewahren der Monovette durch Verkürzung ihrer Länge vereinfacht. Da der Kolben bei vollständiger Retraktion einrastet, kann mit einer Monovette auch vor der Punktion schon ein Unterdruck erzeugt werden; eine Monovette kann dadurch sowohl nach dem Aspirationsprinzip als auch dem Unterdruckprinzip benutzt werden.
Monovetten werden aus transparentem Kunststoff gefertigt und sind an der Spitze mit einem speziellen Anschluss ausgestattet; es existieren Adapter für das Luer-Lock-System. Je nach verwendetem Zusatzstoff zur Hemmung der Blut-Gerinnung (abhängig von der gewünschten Analyseform) unterscheidet man in der Regel acht verschiedene Arten von Monovetten: