Operation (Medizin)
Eine Operation (kurz: Op.) ist ein instrumenteller Eingriff am oder im Körper eines Patienten zum Zwecke der Therapie, seltener auch der Diagnostik. Der Patient oder der gesetzliche Vertreter muss bei geplanten Eingriffen nach entsprechender Aufklärung eine Einverständniserklärung abgeben, um der Körperverletzung zu >zustimmen.
Bei Eingriffen im Körper kann man drei Phasen unterscheiden: Zugang, Operation im engeren Sinne und Verschluss des Zugangs. Endoskopische Operationen vermindern den Umfang des Gewebsschadens ausschließlich des Zugangs und allein hierdurch den operativen und postoperativen Schmerz. Bei neurochirurgischen Operationen beansprucht der Zugang, nämlich die Schädeleröffnung, einen nicht unerheblichen zeitlichen Anteil.
Um Schmerzfreiheit zu gewährleisten wird die Operation in Anästhesie> in Form einer >Intubationsnarkose oder Regionalanästhesie wie Spinalanästhesie, Periduralanästhesie oder gar nur Lokalanästhesie durchgeführt. Zuständig hierfür ist der bei der Operation anwesende Anästhesist oder bei reiner Lokalanästhesie der operierende Chirurg oder andere Fachvertreter, der Operateur. Durchgeführt wird die Operation – mit Ausnahme kleinerer Eingriffe – meist in einem speziellem Operationssaal.
Schwerpunktmäßig befasst sich mit solchen Eingriffen die Chirurgie , aber auch andere medizinische Fachgebiete (operative Fächer) stützen sich auf die Operation als Heilmethode: Gynäkologie, Geburtshilfe, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Augenheilkunde und Urologie.
Eine der am häufigsten durchgeführten Operationen ist der Kaiserschnitt. Eine häufig notfallmäßig durchgeführte Operation ist die Entfernung des Wurmfortsatzes (Appendektomie) bei der so genannten >Appendizitis.
Nach der Dringlichkeit eines solchen Eingriffs darf man unterscheiden:
- Notoperationen, die im Interesse des Patienten unverzüglich durchgeführt werden müssen,
- dringliche Operationen, die innerhalb eines definierten kurzen Zeitraumes (24 Stunden) vollzogen werden sollten und
- Wahloperationen, besser als elektive Operationen zu bezeichnen. Hier darf der Zeitpunkt des Eingriffs fast frei gewählt werden.
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| Informationen und Wissenswertes |
Stethoskop
Das Stethoskop (heutige Aussprache stithoskópio, altgriechische stethoskópion, von , „die Brust“ und , „das Beobachtungsgerät“) ist ein Diagnosewerkzeug zur Beurteilung von Schallphänomenen des Körpers, die bei der Organtätigkeit entstehen. Insbesondere werden Herz-, Lungen- und Darmgeräusche beurteilt, in der Geburtshilfe auch kindliche Herztöne. Außerdem verwendet man ein Stethoskop bei der Blutdruckmessung zum Hören der Gefäßgeräusche nach Korotkow.
Der Vorgang des Abhörens wird in der medizinischen Terminologie (Fachsprache) Auskultation (lateinisch) genannt. Im Maschinenbau wird das Stethoskop ebenfalls verwendet, um beispielsweise über Lagergeräusche einen beginnenden Maschinenschaden frühzeitig erkennen zu können.
Als Palmoskopie (palmoskopía von palmós, „der Puls“ - nicht von lateinisch palma, „Handfläche“) bezeichnet man die Beobachtung des Pulses mit einem Stethoskop. Zu einer vollständigen körperlichen Untersuchung gehört auch die Auskultation der Halsschlagadern zum Ausschluss krankhafter Strömungsgeräusche oder fortgeleiteter pathologischer Herzgeräusche.
Typen
Akustische Stethoskope
Die gebräuchlichsten Stethoskope sind heute akustische (oder klassische) Stethoskope, die durch einfache physikalische Phänomene Körpergeräusche besser hörbar machen. Sie bestehen aus den drei Grundelementen: Ohrbügel, Schlauch und Schalltrichter (auch „Bruststück“ oder „Kopf“).
Im Bruststück des Stethoskopes befindet sich eine Membran, die durch Geräusche (z. B. Herzschläge) in Vibration versetzt wird, diese wird durch die Luftsäule im Stethoskop-Schlauch direkt an das Trommelfell des Untersuchenden weitergeleitet. Durch am Ende des Ohrbügels angebrachte sogenannte „Oliven“ werden die Gehörgänge abgedichtet und so das Entweichen der Schallwelle aus dem Schlauch verhindert. Bei einigen Modellen kann das Bruststück gedreht werden, und man kann mit einem etwas kleinerem, offenen Trichter auf der anderen Seite ebenfalls abhören. Da hier die Membran fehlt, werden nicht die tiefen Frequenzbereiche, sondern andere akustisch besser dargestellt. Dies kommt häufig nur bei komplexeren kardiologischen Untersuchungen zum Einsatz. Neuere Stethoskope können dies auch mit der Membranseite: durch eine spezielle Membrankonstruktion können in Abhängig vom Anpressdruck der Membran an den Patienten unterschiedliche Frequenzbereiche besser gehört werden.
Die Qualität einzelner akustischer Stethoskope variiert deutlich. Entscheidend für die Qualität ist ein gut verarbeitetes Bruststück, ein dickwandiger Schlauch (einige Hersteller benutzen auch Doppelschlauchstethoskope) sowie gut abdichtende Oliven. Dies alles dient der Abschirmung von Störgeräuschen und der Verstärkung der zu auskultierenden Töne und Geräusche. Die Preise schwanken dementsprechend erheblich zwischen 5-200 Euro.
Der weltweit bekannteste Hersteller von akustischen Stethoskopen ist wahrscheinlich 3M Littmann®.
Elektronische Stethoskope
Verschiedene Stethoskop-Hersteller bieten mittlerweile auch elektronische Stethoskope an - die den Schall elektronisch verstärken, verschiedene Töne hervorheben und Störgeräusche eliminieren sollen. Töne können auch aufgezeichnet und wieder abgespielt bzw. an einen Computer übermittelt werden. Momentan ist diese Art von Stethoskopen noch kaum verbreitet.
Geschichte
Entwickelt wurde das Stethoskop bereits 1816 von René Théophile Hyacinthe Laënnec in Frankreich. Da er nicht, wie damals üblich, sein Ohr direkt auf die Brust einer großbusigen Frau legen wollte, verwendete er eine Papierrolle als Hörrohr. Nachdem er feststellte, dass er so nicht schlechter, sondern sogar besser hörte, trieb er die Entwicklung des Stethoskops, zunächst in Form des hölzernen Hörrohres, voran.
Die abgebildeten Hörrohre aus dem 19. Jahrhundert werden im Meyers Konversations-Lexikon wie folgt beschrieben:
„Das Stethoskop ist eine 26-31 cm lange Röhre aus Holz, die unten trichterförmig gestaltet, und an der oben eine runde Scheibe, die so genannte Ohrplatte, gewöhnlich aus Elfenbein, angebracht ist. Das untere Ende von etwa 2,6-3,9 cm Durchmesser muss abgerundet sein, damit es beim Aufsetzen auf die Körperhaut nicht schmerzhaft einschneidet. Beim Gebrauch ergreift man das Stethoskop am trichterförmigen Ende, setzt es genau auf die Oberfläche des Körperteils, welcher untersucht werden soll, so dass es rundum fest aufsitzt, und legt dann das Ohr auf die Ohrplatte.“
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Operation (Medizin)
Eine Operation (kurz: Op.) ist ein instrumenteller Eingriff am oder im Körper eines Patienten zum Zwecke der Therapie, seltener auch der Diagnostik. Der Patient oder der gesetzliche Vertreter muss bei geplanten Eingriffen nach entsprechender Aufklärung eine Einverständniserklärung abgeben, um der Körperverletzung zu >zustimmen.
Bei Eingriffen im Körper kann man drei Phasen unterscheiden: Zugang, Operation im engeren Sinne und Verschluss des Zugangs. Endoskopische Operationen vermindern den Umfang des Gewebsschadens ausschließlich des Zugangs und allein hierdurch den operativen und postoperativen Schmerz. Bei neurochirurgischen Operationen beansprucht der Zugang, nämlich die Schädeleröffnung, einen nicht unerheblichen zeitlichen Anteil.
Um Schmerzfreiheit zu gewährleisten wird die Operation in Anästhesie> in Form einer >Intubationsnarkose oder Regionalanästhesie wie Spinalanästhesie, Periduralanästhesie oder gar nur Lokalanästhesie durchgeführt. Zuständig hierfür ist der bei der Operation anwesende Anästhesist oder bei reiner Lokalanästhesie der operierende Chirurg oder andere Fachvertreter, der Operateur. Durchgeführt wird die Operation – mit Ausnahme kleinerer Eingriffe – meist in einem speziellem Operationssaal.
Schwerpunktmäßig befasst sich mit solchen Eingriffen die Chirurgie , aber auch andere medizinische Fachgebiete (operative Fächer) stützen sich auf die Operation als Heilmethode: Gynäkologie, Geburtshilfe, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Augenheilkunde und Urologie.
Eine der am häufigsten durchgeführten Operationen ist der Kaiserschnitt. Eine häufig notfallmäßig durchgeführte Operation ist die Entfernung des Wurmfortsatzes (Appendektomie) bei der so genannten >Appendizitis.
Nach der Dringlichkeit eines solchen Eingriffs darf man unterscheiden:
- Notoperationen, die im Interesse des Patienten unverzüglich durchgeführt werden müssen,
- dringliche Operationen, die innerhalb eines definierten kurzen Zeitraumes (24 Stunden) vollzogen werden sollten und
- Wahloperationen, besser als elektive Operationen zu bezeichnen. Hier darf der Zeitpunkt des Eingriffs fast frei gewählt werden.
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Stethoskop
Das Stethoskop (heutige Aussprache stithoskópio, altgriechische stethoskópion, von , „die Brust“ und , „das Beobachtungsgerät“) ist ein Diagnosewerkzeug zur Beurteilung von Schallphänomenen des Körpers, die bei der Organtätigkeit entstehen. Insbesondere werden Herz-, Lungen- und Darmgeräusche beurteilt, in der Geburtshilfe auch kindliche Herztöne. Außerdem verwendet man ein Stethoskop bei der Blutdruckmessung zum Hören der Gefäßgeräusche nach Korotkow.
Der Vorgang des Abhörens wird in der medizinischen Terminologie (Fachsprache) Auskultation (lateinisch) genannt. Im Maschinenbau wird das Stethoskop ebenfalls verwendet, um beispielsweise über Lagergeräusche einen beginnenden Maschinenschaden frühzeitig erkennen zu können.
Als Palmoskopie (palmoskopía von palmós, „der Puls“ - nicht von lateinisch palma, „Handfläche“) bezeichnet man die Beobachtung des Pulses mit einem Stethoskop. Zu einer vollständigen körperlichen Untersuchung gehört auch die Auskultation der Halsschlagadern zum Ausschluss krankhafter Strömungsgeräusche oder fortgeleiteter pathologischer Herzgeräusche.
Typen
Akustische Stethoskope
Die gebräuchlichsten Stethoskope sind heute akustische (oder klassische) Stethoskope, die durch einfache physikalische Phänomene Körpergeräusche besser hörbar machen. Sie bestehen aus den drei Grundelementen: Ohrbügel, Schlauch und Schalltrichter (auch „Bruststück“ oder „Kopf“).
Im Bruststück des Stethoskopes befindet sich eine Membran, die durch Geräusche (z. B. Herzschläge) in Vibration versetzt wird, diese wird durch die Luftsäule im Stethoskop-Schlauch direkt an das Trommelfell des Untersuchenden weitergeleitet. Durch am Ende des Ohrbügels angebrachte sogenannte „Oliven“ werden die Gehörgänge abgedichtet und so das Entweichen der Schallwelle aus dem Schlauch verhindert. Bei einigen Modellen kann das Bruststück gedreht werden, und man kann mit einem etwas kleinerem, offenen Trichter auf der anderen Seite ebenfalls abhören. Da hier die Membran fehlt, werden nicht die tiefen Frequenzbereiche, sondern andere akustisch besser dargestellt. Dies kommt häufig nur bei komplexeren kardiologischen Untersuchungen zum Einsatz. Neuere Stethoskope können dies auch mit der Membranseite: durch eine spezielle Membrankonstruktion können in Abhängig vom Anpressdruck der Membran an den Patienten unterschiedliche Frequenzbereiche besser gehört werden.
Die Qualität einzelner akustischer Stethoskope variiert deutlich. Entscheidend für die Qualität ist ein gut verarbeitetes Bruststück, ein dickwandiger Schlauch (einige Hersteller benutzen auch Doppelschlauchstethoskope) sowie gut abdichtende Oliven. Dies alles dient der Abschirmung von Störgeräuschen und der Verstärkung der zu auskultierenden Töne und Geräusche. Die Preise schwanken dementsprechend erheblich zwischen 5-200 Euro.
Der weltweit bekannteste Hersteller von akustischen Stethoskopen ist wahrscheinlich 3M Littmann®.
Elektronische Stethoskope
Verschiedene Stethoskop-Hersteller bieten mittlerweile auch elektronische Stethoskope an - die den Schall elektronisch verstärken, verschiedene Töne hervorheben und Störgeräusche eliminieren sollen. Töne können auch aufgezeichnet und wieder abgespielt bzw. an einen Computer übermittelt werden. Momentan ist diese Art von Stethoskopen noch kaum verbreitet.
Geschichte
Entwickelt wurde das Stethoskop bereits 1816 von René Théophile Hyacinthe Laënnec in Frankreich. Da er nicht, wie damals üblich, sein Ohr direkt auf die Brust einer großbusigen Frau legen wollte, verwendete er eine Papierrolle als Hörrohr. Nachdem er feststellte, dass er so nicht schlechter, sondern sogar besser hörte, trieb er die Entwicklung des Stethoskops, zunächst in Form des hölzernen Hörrohres, voran.
Die abgebildeten Hörrohre aus dem 19. Jahrhundert werden im Meyers Konversations-Lexikon wie folgt beschrieben:
„Das Stethoskop ist eine 26-31 cm lange Röhre aus Holz, die unten trichterförmig gestaltet, und an der oben eine runde Scheibe, die so genannte Ohrplatte, gewöhnlich aus Elfenbein, angebracht ist. Das untere Ende von etwa 2,6-3,9 cm Durchmesser muss abgerundet sein, damit es beim Aufsetzen auf die Körperhaut nicht schmerzhaft einschneidet. Beim Gebrauch ergreift man das Stethoskop am trichterförmigen Ende, setzt es genau auf die Oberfläche des Körperteils, welcher untersucht werden soll, so dass es rundum fest aufsitzt, und legt dann das Ohr auf die Ohrplatte.“
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